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Bundeskanzlerin ehrt Deutschlands beste Nachwuchsforscher

Auszeichnung für Anton Fehnker und Simon Raschke

Das war schon ein besonders aufregender Tag für 55 naturwissenschaftliche Talente: Die besten Nachwuchsforscherinnen und -forscher Deutschlands kamen am Donnerstag, 19. September, auf Einladung der Bundeskanzlerin ins Bundeskanzleramt nach Berlin und wurden von Frau Merkel für ihre außergewöhnlichen Leistungen beim diesjährigen Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ geehrt. Eine ganz besondere Auszeichnung konnte Anton Fehnker (17) vom Gymnasium St. Mauritz entgegennehmen. Er wurde zusammen mit Simon Raschke (18) mit dem mit 3000 € dotierten „Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit“ geehrt. Simon Raschke konnte allerdings nicht bei der Preisverleihung anwesend sein, da er gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr in Armenien absolviert.

In einer kurzen Eingangsrede betonte Frau Merkel die Bedeutung der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Bundeskanzlerin hob hervor, dass die Jungforscher ihren Beitrag dazu leisten, dass die Welt besser werde. Frau Merkel ermutigte die Schülerinnen und Schüler dazu, sich nach Ende des Wettbewerbs neue Herausforderungen zu suchen. Bei der anschließenden Preisübergabe schickte die Bundeskanzlerin Grüße nach Armenien zu Simon Raschke und ließ sich sodann von Anton Fehnker deren gemeinsames Projekt erklären lassen, bevor dieser den Preis in Empfang nehmen durfte.

Der Abiturient demonstrierte am Versuchsaufbau, worum es in ihrer Arbeit ging: Die beiden Nachwuchsforscher haben die Entstehung von gleichmäßigen Unebenheiten auf Schotterpisten untersucht, wie sie durch darüberfahrende Autos entstehen. Die Schüler hatten dazu ein Rad in einer Wanne voller Sand immer wieder im Kreis fahren lassen und konnten so die komplexen Vorgänge bei der Entstehung der sogenannten Sandrippel untersuchen und modellieren. Frau Merkel, eine promovierte Physikerin, zeigte sich beeindruckt von dem Experiment. In dem Gespräch mit Anton Fehnker merkten die Zuschauer schnell, dass sich dort zwei Physik-Begeisterte getroffen haben. Humorvoll merkte die Bundeskanzlerin an, dass sie der Aufbau an eine Autobahn-Baustelle erinnere.

Danach hatten die Jungforscherinnen und -forscher noch Gelegenheit, der Bundeskanzlerin ihre ganz persönlichen Fragen zu stellen. Dabei ging es nicht nur um die großen aktuellen Themen, wie z. B. den Klimaschutz, sondern auch um den Werdegang von Frau Merkel, beginnend als Wissenschaftlerin in der DDR bis zur Bundeskanzlerin des wiedervereinten Deutschland. Die Zuhörer haben so manchen sehr persönlichen Einblick in ihr abwechslungsreiches Leben gewinnen können. Nach dem Empfang entschwand Frau Merkel direkt zur Marathonsitzung ins Klimakabinett, womit für die Bundeskanzlerin vermutlich der anstrengendere Teil des Tages begann und erst am nächsten Morgen enden sollte.

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