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Gemeinsam Schule entwickeln

Schulentwicklungsgruppe im Teambuilding-Workshop mit Eigenland

Das Auswertungstool

Referent Jan Oßenbrink ist überzeugt, dass Intuition die Ratio oft übertreffen kann.

Die neu gewählte Schulentwicklungsgruppe

Zehn Menschen sitzen um einen langen Konferenztisch herum, vorne steht ein Referent zwischen Whiteboard und Flipchart – hat man schon tausendmal gesehen. Auf dem Tisch liegt eine Art Gesellschaftsspiel ausgebreitet. Alle Mitglieder dieses Treffens – natürlich geimpft und frisch getestet! – haben kleine bunte Glassteine vor sich liegen. Auf Zuruf werfen sie diese in einen Krater der Insel, die aus einem Meer auf dem Spielplan hervorragt. – Das hat man so wohl noch nicht so häufig gesehen. Dieser Spielplan ist eines der Tools, die die Halteraner Unternehmensberatung Eigenland verwendet. Genutzt wurde es von der neuen Schulentwicklungsgruppe am Gymnasium St. Mauritz.
In dieser Form hieß es für die Mitglieder des frisch gewählten Teams am Mittwoch und Donnerstag (10./11. November) „Raus aus dem Unterricht“. Denn ähnlich wie in großen Wirtschaftsunternehmen üblich, wollten sie die erste Zeit vor der anstehenden gemeinsamen dreijährigen Arbeitsperiode ein Teambuilding erarbeiten. Referent Jan Oßenbrink von Eigenland („Entschieden erfolgreicher“), der zu diesem Zweck angereist war, betonte dabei, wie wichtig ihm die Multiplikation seines Ansatzes sei: spielerisch, multisensorisch intuitiv und spreche beide Gehirnhälften der Teammitglieder an. Die 2016 gegründete Firma hat eine Methode entwickelt, die Mitgliedern von Gruppen per se gleiche Mitspracheanteile einräumt und die potenzielle Dominanz durch Faktoren wie Hierarchien, Eloquenz oder Grundmotivation, sich in Diskussionen einzubringen, eliminiert. Neben dem beschriebenen Tool wird per App direkt ein Ergebnis der abgestimmten Sitzungsprozesse erstellt, auf dessen Grundlage weitergearbeitet werden kann. Durch diese Ergebnisse Schwarz auf Weiß könne „im Nachhinein nichts einfach wegdiskutiert werden, was Einzelnen vielleicht unliebsam wäre.“, so der Referent. Und tatsächlich zeigen die unmittelbar ausgedruckten Seiten, wie sich die Gruppe insgesamt in bestimmten Einzelfragen verhalten hat und wie groß der Konsens gegenüber bestimmten Thesen ist.
Schulleiterin Anke Wilkens fasst zusammen: „Uns ging es darum, neben dem allgemeinen Zusammenfinden mit einem angestrebten Wir-Gefühl der Arbeitsgruppe, deutlich zu machen, wie Erfolge messbar werden können und wie man sie erkennt.“ Evident werden sollte daneben „die Funktionsweise von Prozessen“ und schließlich die Steigerung der allgemeinen Motivation und Begeisterungsfähigkeit der Mitglieder, die ihre Ideen in der Lehrerschaft zu vertreten haben.
Dabei sollte klar werden, wie das Verhältnis zum Erfolg auf drei Ebenen aussieht, nämlich der eigenen Person, des Teams und der Schule. Um sinnvoll und erfolgreich arbeiten zu können, das wurde schnell klar, galt es, die Ziele und Ergebnisse der Vorgängergruppe aufzunehmen und gewinnbringend mit einzubeziehen und die anstehende Arbeit möglichst klar im Blick zu haben, „konkret zu sein statt rumzulabern“, wie Oßenbrink es etwas flapsig auf den Punkt bringt. Als eines der Mitglieder in dieser Gruppe äußerte sich Schulleiterin Wilkens am Ende des zweiten Workshoptages ausnehmend positiv über die angenehme und zugleich arbeitsbejahende Atmosphäre sowie die offenbare Effizienz der Methode, die möglich macht, ein intuitives Erfahrungswissen teilbar zu machen, und erst im zweiten Schritt die rationale Seite bemüht. Insofern haben „weiche Fakten“ aus Bewusstsein und Perspektive hier eine natürliche Existenzberechtigung neben „harten Fakten“ wie messbaren Zahlen.
Wer die Gruppe an diesen zwei Tagen beobachtete, konnte sehen, wie einerseits ein freundliches Miteinander gepflegt, aber das Ziel dabei nicht aus den Augen verloren wurde.

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