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Mauritz räumt bei „Jugend forscht“ ab

Auszeichnungen beim Regionalwettbewerb

Wie bekommen Straßen Sixpacks? Die Brennstoffzelle: Ein Antrieb der Zukunft? Lässt sich ein Geysir in einem Reagenzglas erzeugen? Wie funktioniert eine Magnetbahn? Können hüpfende Tischtennisbälle nervös werden?

Diesen und weiteren spannenden Forschungsfragen sind neun Schülergruppen des Gymnasiums St. Mauritz nachgegangen und haben ihre Ergebnisse am Donnerstag und Freitag (21.+22.2.) in der Stadthalle Hiltrup beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ präsentiert. Bei dem bedeutendsten naturwissenschaftlichen Wettbewerb Deutschlands traten unsere Schülerinnen und Schüler gegen Forschungsprojekte von Schulen aus dem gesamten Münsterland an und haben ihre Ergebnisse einer Jury aus Wissenschaftlern und Lehrern präsentiert. Gleich sechs Projekte landeten auf dem Siegertreppchen und wurden mit Preisen sowie Sonderpreisen ausgezeichnet. Zwei Teams landeten sogar auf dem ersten Platz in ihrem jeweiligen Fachbereich und haben sich damit für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Anton Fehnker und Simon Raschke (Q2) beschäftigten sich mit der Frage, wie Schotterstraßen „Sixpacks“ bekommen. Dabei realisierten sie einen Versuchsaufbau, bei dem ein Rad im Kreis über eine anfangs ebene Sandfläche rollt. Die beiden Schüler konnten beobachten, dass im Sand nach und nach Unebenheiten entstehen, sogenannte Rippel, die sich am Ende zu einem regelmäßigen Muster ausbilden. Anton und Simon haben die Rippel computergestützt vermessen und konnten so u. a. Zusammenhänge zwischen der Geschwindigkeit des Rades und der Länge der Rippel aufzeigen. Mit ihrer Forschungsarbeit landeten sie im Fachbereich Physik auf dem 1. Platz. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der methodischen Herangehensweise, wie sie in der Laudatio betonte. Mit ihrem Projekt treten sie nun im April beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Leverkusen an.

Mit einem 2. Preis in Physik wurden Sophie Dalbert und Sara Klemme aus der Q2 ausgezeichnet. In ihrer aufwendigen Arbeit untersuchten sie sowohl experimentell als auch in einer Computer-Simulation ein physikalisches System, das vergleichbar ist mit einem Tischtennisball, der auf einem Schläger auf- und abhüpft. Wird der Tischtennisschläger dabei selbst auf- und abbewegt, ergeben sich interessante Muster, je nachdem wie die Bewegungen von Ball und Schläger aufeinander abgestimmt sind. Sara und Sophie haben für ihre Untersuchungen mit professioneller Hilfe durch unseren Hausmeister Herrn Niehaus  eine fast zwei Meter große Versuchsapparatur gebaut, mit der die Ballbewegungen bei verschiedenen Anstellwinkeln betrachtet und vermessen werden konnten.  Nochmals herzlichen Dank an Herrn Niehaus (der eigentlich auch einen Jugend forscht – Preis verdient hätte :)

Raoul Honermann und Julian Partanen (EF) untersuchten den Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird. Als größte Herausforderung stellte sich dabei die Speicherung des Gases in einem selbstgebauten Gasometer heraus. Julian und Raoul konnten das Problem lösen und wurden dafür mit dem Sonderpreis für regenerative Energien belohnt.

Samuel Schmitz und Jan Reddig nahmen in Geo- und Raumwissenschaften in der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ teil. Die beiden Siebtklässler hatten die Daten eines Wetterballons ausgewertet, der am Gymnasium St. Mauritz vor rund einem halben Jahr gestartet und in die Stratosphäre aufgestiegen war. Samuel und Jan arbeiteten das umfangreiche Datenmaterial übersichtlich auf und erhielten so tiefere Einblicke in die Stratosphäre. Dafür wurden sie mit einem 1. Platz belohnt und lösten damit das Ticket für das Landesfinale „Schüler experimentieren“, das im Mai in Essen stattfindet.

Ebenfalls bei Schüler experimentieren sind Marvin Partanen, Lennard Mersch und Robin Partanen (Klasse 7) angetreten. In ihrem Projekt mit dem Titel „Wenn Wasser siedet“ im Fachbereich Chemie untersuchten sie ein alltägliches Phänomen, nämlich was genau passiert, wenn Wasser kocht. Die drei Siebtklässler stießen mit ihren Experimenten im Reagenzglas auf überraschende Ergebnisse: Z.B. konnten sie die Vorgänge in einem Geysir im Labor nachstellen. Sie erlangten den 3. Platz in Chemie und einen Sonderpreis der BASF-Coatings.

Lars Nippert (Klasse 7) untersuchte in seiner Arbeit eine Magnetbahn. Dazu benötigt man eine Batterie, an deren Enden man zwei starke Supermagnete befestigt. Wickelt man nun aus Kupfer eine Spule, so fährt der Batterie-Zug wie von Geisterhand bewegt durch die Spule. Lars konnte den Antrieb physikalisch erklären und wurde dafür mit dem 3. Preis in Physik ausgezeichnet.

Jannik Lohmann (Klasse Q2, Mathematik/ Informatik) stellte auf dem Wettbewerb sein selbst programmiertes Online-Computerspiel vor. Das durchdachte Konzept sieht vor, dass im Prinzip beliebig viele Spieler das Spiel gleichzeitig spielen können. Das Besondere dabei ist, dass die Rechenlast nicht von dem  teuren Server geleistet werden muss, sondern auf die einzelnen Clientrechner (die Privatrechner der Spieler) verteilt wird. Der Server verwaltet lediglich in einer Datenbank die Spielzustände. Dies erfordert vom Spieleanbieter nur wenig Speicherplatz und erspart ihm damit viel Geld.

Joost Austermann (Klasse 9) untersuchte die Wachstumsbedingungen von Wasserpest. Diese angeblich anspruchslose Wasserpflanze zeigt sich im Aquarium anspruchsvoller als es ihr Name vermuten lässt.

Elisa Nüßing und Meret Schmitt (EF) stellten sich mit ihrem Thema „Spurensuche“ dem aktuellen Thema der Stickoxidproblematik. In akribischer analytischer Vorgehensweise versuchten sie, diese Stoffe, die im Mikrogrammbereich in der Luft sind, aufzuspüren und stießen dabei allerdings an die Grenzen der in der Schule anwendbaren Anaemethoden.

Wir gratulieren allen Teilnehmern zu ihren tollen Projekten und wünschen den Erstplatzierten viel Erfolg auf dem Landeswettbewerb.

Elmar Knocks, Thomas Altmeyer, Martin Schöneich

Fotos: Knocks/Gym St. Mauritz; Busch/IHK

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