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Mit dem Wetterballon zum Landessieg

Sieg beim Landeswettbewerb Schüler experimentieren für Jan Reddig und Samuel Schmitz

Jan Reddig (l.) und Samuel Schmitz (r.) mit der Datenbox des Wetterballons beim Landeswettbewerb "Schüler experimentieren" in Essen

Glückliche Sieger: Neben dem Landespreis konnten die Siebtklässler quasi en passant den Sonderpreis Klimaschutz einheimsen. Alle Achtung!

Dass man mit einem Ballon sehr weit nach oben kommen kann, haben Samuel Schmitz und Jan Reddig aus der Klasse 7b gleich zweimal erleben dürfen: Zunächst war es der Wetterballon, der vor rund einem Jahr an der Schule gestartet und bis in die Stratosphäre in 30 km Höhe aufgestiegen war. Nun konnten die beiden Siebtklässler den Höhenflug sozusagen fortsetzen. Beim Landeswettbewerb Schüler experimentieren in Essen wurden sie am Samstag, 4. Mai 2019, mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit ausgezeichnet. Jan und Samuel hatten die umfangreichen Daten, die der Wetterballon während seines Aufstiegs in die Stratosphäre gesammelt hatte, ausgewertet und übersichtlich aufbereitet. Damit erhielten die Schüler Einblicke in die komplexen Vorgänge in der Erdatmosphäre. Die beiden Jungforscher konnten u.a. die Grenze der unteren Schicht der Atmosphäre bestimmen, die sogenannte Tropopause in rund 10 km Höhe. Dort beginnt die Stratosphäre, in der sich die Ozonschicht befindet. Außerdem haben sie den Verlauf des Luftdrucks gemessen und mit einem theoretischen Modell verglichen. Ein Zahlenbeispiel: In 30 km Höhe ist die Luft hundertmal so dünn wie bei uns auf dem Boden, der Luftdruck entsprechend auf den hundertsten Teil abgefallen.

Für ihr Projekt haben Samuel und Jan Wetterexperten getroffen und sich über ihre Arbeit informiert. So haben sie die AG Klimatologie im Institut für Geowissenschaften der Universität Münster besucht und außerdem den Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst in Essen über die Schultern geschaut. Dort starten täglich zwei Wetterballone, deren Daten für die Erstellung von Wetterprognosen wichtig sind. Die durch den Austausch mit den Wetterexperten gewonnenen Erkenntnisse konnten die beiden Gymnasiasten direkt in die Auswertung der Wetterballon-Daten einfließen lassen.

Die rund einjährige Arbeit von Samuel und Jan wurde am Samstag neben einem Landessieg außerdem mit dem Sonderpreis Klimaschutz ausgezeichnet. Verknüpft mit den Auszeichnungen ist die Einladung zu einem einwöchigen Forscher-Camp in Schleswig-Holstein, bei dem die Schüler ein breites naturwissenschaftliches Angebot erwartet und sie Kontakte zu anderen Jungforschern knüpfen können.

Wir gratulieren Jan und Samuel zu diesem tollen Erfolg.

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