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Projekt der Hoffnung - Solidarität mit Straßenkindern in Recifé (Nordosten-Brasilien)
Seit 1989 unterstützen wir Straßenkinder in Recifé (Nordost-Brasilien):
I: Gruppe Demetrius
Die „Gemeinschaft der Kleinen Propheten“ bemüht sich seit den achtziger Jahren darum, Alternativen für das persönliche und soziale Überleben von Tausenden von Jungen und Mädchen, die auf der Strasse leben müssen, zu finden. Sie war die erste Gruppe in der Stadtmitte von Recife, die ein direktes Zusammenleben mit den Straßenkindern suchte und Verletzungen der Menschenrechte wie z.B. von den Todesschwadronen gegen sie praktizierte Gewaltakte öffentlich zu denunzieren. Der Aktionskreis Pater Beda, der uns dieses Projekt vermittelte, unterstützt diese Aktivitäten seit den Anfängen. Ziel des Projektes ist es, den Kindern ein Stück Würde wieder zu geben, sind sie doch auf der Strasse von Familie und Gesellschaft ausgeschlossen.
Unterstützt wurde u.a.:
Aufgrund der aktuellen Lage in Brasilien hat die Gruppe sich entschlossen, unter Mithilfe verschiedener Unterstützungsgruppen ein größeres Haus in der Innenstadt von Recifé zu kaufen, um noch effektiver Straßenkindern helfen zu können.
Bezeichnung des Projektes
Kauf eines Gebäudes für die effektivere Arbeit mit Straßenkindern in der Millionen-Metropole von Recife – Nordost-Brasilien.
Die Kinder und Jugendlichen können im Projekt schlafen, werden mit dem Nötigsten versorgt, Nahrung und Medikamente, Hygiene, sie werden in therapeutischen Gesprächen aufgefangen, bauen Aggressionen ab, werden einfach als wertvolle Menschen angenommen. Hier ist die wichtigste Aufgabe, Vertrauen zu schaffen. Es bestehen bereits zwei Häuser, jeweils eines für Jungen und ein weiteres für Mädchen. Aus den Erfahrungen der letzten Zeit hat sich aber ergeben, dass diese teure Variante der Betreuung nicht notwendig ist. Die Kinder und Jugendlichen leben auch auf der Straße gemeinsam. Der Partner verspricht sich durch die Anschaffung eines größeren Projektgebäudes geringere Unterhaltskosten wie z.B. durch das Einsparen von Strom, Wasser u. Personal.
Beschreibung des konkreten Vorhabens
Ein weiterer Grund für die Notwendigkeit der Anschaffung eines größeren Projektgebäudes ist die Ausweitung der Aktivitäten. Neben der Betreuung von täglich zwischen 50-60 Kinder und Jugendlichen von der Strasse soll ein Bereich für weitere 100 Kinder freigehalten werden, die an einem von der Stadtverwaltung von Recife mitfinanziertem Programm teilnehmen. Dort werden Kinder u. Jugendliche, die aus Elendsvierteln kommen und eigentlich für die Familien arbeiten müssten, soweit unterstützt, dass sie die Schule und berufsfördernde Kurse besuchen können. Es wird sogar ein halber Mindestlohn (rund 45 €) als Anreiz ausgezahlt, um bei diesem Programm mitzumachen. Dies ist Teil der brasilianischen Kampagne die Kinderarbeit im Land auszumerzen. Zur Umsetzung dieses Vorhabens wurde u.a. das fachkompetente Personal von der „Gemeinschaft der Kleinen Propheten“ ausgewählt. Start ist bereits der 01.01.2005.
Projektpartner
Comunidade dos Pequenos Profetas
Gemeinschaft der Kleinen Propheten
a/c Demétrius Demétrio
Rua do Peixoto, 156,
-São José-
50.020-180 Recife/PE
Tel.: 0055.81.3424.7481
Fax: (021.81)3424.3932
II: Gruppe „Turma do Flau“
Straßenkinderprojekt von Schwester Aurieta, Recife
In dem Armenvierteln Brasília Teimosa in Recife, Nordost-Brasilien arbeitet die brasilianische Ordensschwester Irmã Aurieta Duarte Xenofonte seit nunmehr 20 Jahren mit insgesamt über 300 Kindern im Alter von 3-17 Jahren. Die Gruppe nennt sich nach dem regionalen Namen des von ihnen hergestellten Wasser-Eises (Gruppe vom Flau): "Turma do Flau".
Das vielseitige Engagement von Schwester Aurieta und ihrem Mitarbeiter-Team hat zum Ziel, dass die Kinder nicht auf der Straße der Großstadt Recife landen. Man legt großen Wert auf die schulische Begleitung der Kinder und Jugendlichen. Nur durch die intensive Förderung der Bildungs- und Bewusstseinsarbeit im Projekt haben die Kinder eine Chance auf Zukunft. Neben dem Besuch der öffentlichen Schulen erhalten die Kinder einen weiteren Förderunterricht angepasst an ihre Lebensrealität, mit einer Pädagogik, die speziell für sie entwickelt wurde. Es werden Grundkenntnisse im Gesundheitswesen, in Hygiene und Körperpflege vermittelt. Darüber hinaus steht eine Kinderkrippe zur Verfügung. So können die oft alleinstehenden Mütter einer regelmäßigen Arbeit nachgehen. Wichtiger Bestandteil der Projektarbeit ist die Einbeziehung der Eltern/Mütter in die
Projektaktivitäten.
PROJEKTAKTIVITÄTEN:
-Nachhilfeunterricht Berufsbildende Kurse:
-Katechese -Informatik
-Freizeitgestaltung -Reparaturwerkstatt
-Volkstänze -Textilmalerei
-Fußball/Sport -Tanz- und Gesangsgruppen
-Eisherstellung
-Kindergarten
-Malen u. Basteln
Beteiligt sind: Pädagogen, Lehrer, Erzieher, Theologen, Mechaniker
Weitere Aktivitäten:
-zweiwöchentliche Treffen mit den Müttern
-wöchentliche Versammlung mit den Kindern u. Jugendlichen
-wöchentliche Besprechung mit den Erziehern zur Reflexion
-halbjährliche Planungstreffen mit Auswertung
Das Wirken von Schwester Aurieta geschieht aus religiöser Motivation. Durch Katechese wird den Kindern der Glaube vermittelt. In gemeinschaftlichen Spielen wird ihnen ein neuer Lebenssinn vermittelt. Das ist notwendig, weil sie im brasilianischen Alltag nicht geachtet werden und nicht als Menschen zählen. Ziel der Arbeit ist es, dass die Kinder ihre eigene Würde erfahren, Gemeinschaft kennen lernen, um so ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Projektpartner
Centro Educacional Profissionalizante do Flau
Rua Espardate, 454 <st1:City><st1:place>Brasilia</st1:place></st1:City> Teimosa Recife-PE Brasil
CEP: 51010-070 Fone (0**81)3466/30/59
CNPJ. 24.130.833/0001-35
E-mail: cepf36@terra.com.br
Anlässlich des XX. Weltjugendtages führten brasilianische Jugendliche – u.a. Gruppe „Turma do Flau“ Tänze und kleine Theaterstücke auf, die ein Teil ihres Lebens zeigten, um für die Unterstützung Dank zu sagen.
Samuel Gomes Bezerra, Teilnehmer am Weltjugendtag, schreibt:
„Der Weltjugendtag hat dazu beigetragen, dass mir auffiel, wie wichtig es ist, andere Kulturen und andere Menschen kennen zu lernen. Danach hat sich mein Leben stark verändert. Denn heute kann ich all das weitergeben, was ich dort gelernt habe. Wie z.B., dass eine freundschaftliche Beziehung wichtiger ist als Gewalttaten. Die Welt, in der wir leben, braucht Frieden. Dort habe ich diesen Frieden für mich und meine Familie gefunden.“
Finanzielle Unterstützung an unserer Schule
Durch Konzerte, zahlreiche Einzelspenden, das „Eine-Welt-Café“ am Elternsprechtag oder durch den jährlich stattfindenden Solidaritätslauf, können wir einen Teil zur Unterstützung der beiden Gruppen beitragen. Der diesjährige Solidaritätslauf erbrachte eine Summe von über 5000 Euro.
Betreuung des Projektes an unserer Schule:
Margit Kampert, Annette Wefers-Sonderfeld, Ulrich Winninghoff
Der Flyer "Kleine Propheten" hier zum Download | 109 K |
Homepage der "Kleinen Prophetinnen und Propheten" in Brasilien