Samstag, den 03. März 2018

Mit dem ‚fliegenden Becherding‘ zum Erfolg

1. Platz beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ für Simon Hillebrandt

Simon Hillebrandt mit seiner Forschung zum Magnus-Effekt beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht" (Quelle IHK, Münster)

Beim diesjährigen Wettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ hat Simon Hillebrandt (Q2) im Fach Physik den 1. Platz erreicht. Damit wird er den Regierungsbezirk Münster auf dem Landeswettbewerb in Leverkusen vertreten.In seiner Forschungsarbeit baute Simon auf seiner in der Q1 angefertigten Facharbeit auf. Darin befasste er sich mit einem seltsam anmutenden Flugobjekt – dem fliegenden ‚Becherding‘. Einen besseren Namen gibt es dafür nicht – in der freien Natur kommt das Objekt nicht vor. Man nehme zwei leere Coffee-to-go-Becher und klebe sie mit dem Boden aneinander. Dann umwickle man sie an der Klebestelle mit einem Gummiband und schieße das Objekt schließlich ähnlich wie bei einer Steinschleuder weg. Was dann kommt, überrascht: Statt die übliche Wurfparabel abzufliegen, steigt das Becherding unter heftiger Rotation um die Längsachse steil in den Himmel. Nach Erreichen des höchsten Punktes fällt das Becherding in Richtung Erdboden, allerdings ist seine Flugbahnkurve auch dabei scheinbar ‚falsch herum‘ gekrümmt. Was passiert da? Simon untersuchte dieses Phänomen systematisch im Rahmen mehrerer aufwändiger Versuchsreihen in der heimischen Garage – ein Ort mit Tradition in der Forschungsgeschichte! Die Versuchsergebnisse konnte Simon anschließend bei der Weiterentwicklung seiner Arbeit durch ein selbstgeschriebenes Computerprogramm (teilweise) bestätigen. Die zugrundliegende Physik entstammt der sogenannten Fluiddynamik und ist sehr komplex. Sie musste deshalb von Simon erst etwas vereinfacht werden.

Eine tolle Leistung!

Thomas Altmeyer