Donnerstag, den 15. Juni 2017

VR-Brille und Ego-Shooter im Klassenraum

Medienscouts veranstalten Eltern-LAN

Am Dienstag, den 16. Juli 2017 veranstalteten die Medienscouts mit tatkräftiger Unterstützung von Frau Riesenbeck und Herrn Klausdeinken in Kooperation mit den Medienpädagogen NRW aus Köln eine sogenannte „Eltern-LAN“. Ziel und Zweck der Aktion war, dass Eltern den Anreiz und die Motivation, sowie den Spaß ihrer Kinder am Gaming verstehen.

Der Einstieg wurde von den beiden Medienpädagogen sehr informativ gestaltet. Sie erzählten ein wenig über Gaming generell, gingen dann ins Detail und erklärten den Eltern mit Hilfe von Studien und Bildern und eines kleinen Videos vieles sehr anschaulich und verständlich. Im Anschluss begann eine Spielephase, in der die Eltern zunächst ein motorisch weniger anspruchsvolles Rennspiel ausprobieren konnten und sich mit der Steuerung vertraut machten.

Anschließend tauschten die Eltern ihre ersten Eindrücke und gewonnene Erfahrungen aus, mit denen sie sich im zweiten Teil der Veranstaltung an einen Ego-Shooter herantasteten. Für die Eltern war es zunächst schwer zu verstehen, warum es Jugendlichen Spaß machen sollte, andere Figuren möglichst effektiv umzubringen, aber auch für solche schwierigen Fälle wussten sich die Medienpädagogen zu erklären. Den Kindern sei es letztendlich egal, ob sie auf einen Kopf oder eine Melone schießen, es zähle nur der Treffer. Es lässt sich sicherlich darüber streiten, ob dies nun die Kinder abstumpft oder Gewalt-Verharmlosung ist, aber die Frage, ob durch das Spielen von Ballerspielen Kinder oder Jugendliche gewaltbereiter oder eher zu terroristischen Handlungen fähig wären, wussten die Medienpädagogen entschieden zu verneinen. Vielmehr spielten die Jugendlichen Zocker Ego-Shooter nicht wegen der Gewalt, sondern eher zum Zeitvertreib oder um sich ein wenig der realen Welt zu entziehen.

Als besonderes Highlight hatten die Medienpädagogen eine sogenannte VR-(Virtual-Reality-)Brille mitgebracht, die von Medienscouts sowie Eltern begeistert genutzt wurde.

Letztendlich waren alle Eltern zufrieden und selbst die am Anfang eher gegen Online-Games voreingenommenen Eltern wussten dies nun auch bei keiner Meinungsänderung mit Argumenten zu belegen. Auch Eltern, die bereits einmal Teilnehmer einer Eltern-LAN waren, standen den Neulingen mit nützlichen Tipps zur Seite, ebenso wie die Medienscouts. Was jedoch alle mitgenommen haben, ist, dass das Computerspielen eigentlich nur ein digitales Treffen mit Freunden ist, mit denen man Zeit verbringt.

Lotta Schnuck und Tom Becker (8b)